„Wenn einer eine Reise tut“ – Vergnügliche Theaterabende beim TSV-Spessart

Am 24. und 25. Mai zauberte die TSV-Theatergruppe vor neuer Rekordkulisse das Lustspiel von Regina Rösch „Wenn einer eine Reise tut“ auf die Bühne des Spechtwaldsaals. Darum ging es:
Zwanzig Jahre sind Oswald und sein Freund Emil (Georg Lauinger und Matthias Rolf) gemeinsam drei Wochen zum Kururlaub nach Bad Füssing gefahren. Nach dem Motto „Morgens Fango, abends Tango“ erholen die beiden sich jedes Jahr, um anonym zu bleiben, in einem anderen Kurhaus vom Stress des Alltags. Doch dann begehen die beiden den Fehler ihres Lebens: Sie schaffen ihre Schweine ab! Die genügsamen Ehefrauen Helga und Betty (Martina Kutija und Marlis Weber), die bislang ohne zu murren zuhause die Schweine versorgten, wollen plötzlich in den Urlaub fahren! Während Betty mit ihrem Gatten eine Kreuzfahrt kreuz und quer durch das Mittelmeer unternehmen will, zieht es Helga, trotz Angst um ihre geliebte Dauerwelle in die Karibik. Drei Samstage ohne Sauerkraut und Geräuchertes, das ist für Oswald der reinste Alptraum.


Und so trifft man sich in der Nacht vor dem Urlaub, nach einer ausgiebigen „Feuerwehrübung“ der Herren, bereits Stunden vor der Abfahrt an der Bushaltestelle im Dorf. Doch als Oswald und Emil bereits mit Koffern, Taschen und Schwimmreifen anstehen, um den Panoramasitz vorne rechts im Bus zu erhaschen, verkünden die beiden Ehefrauen die große Überraschung: Oswald und Emil dürfen wie jedes Jahr nach Bad Füssing zur Kur fahren! Die Freude der beiden ist groß, doch die Sache hat einen Haken Helga und Betty Fahren mit!
Und so verläuft der ersehnte Kururlaub ganz anders als in den Vorjahren. Trotz Massage, Heilwasser, Bewegungsbad und Tai Chi will sich in diesem Jahr keine richtige Erholung bei den Herren einstellen.

 

v. l. Betty (Marlis Weber) und Helga (Martina Kutija) gestresst von der anstrengenden Kur!

Auch Helga und Betty sind enttäuscht, hatte man sich eine Kur doch wesentlich spannender vorgestellt! Stattdessen fällt man jeden Abend müde vom Schwimmen und Rennen neben dem schnarchenden Ehemann ins Bett. Doch dann erscheinen bei der „Frischfleischlieferung“ am Samstag zwei „saftige Rippchen“ Chantal und Jacqueline (Uli Mai und Sabine Weber) mit denen sich Oswald und Emil eine Besserung ihrer Leiden durchaus vorstellen können, aber wohin mit den Ehefrauen? Auch Masseur Harry und seine Helferin Susi (Marco Waible und Nicole Kunz) wissen keinen Rat. Verzweifelt suchen Oswald und Emil nach einer Lösung, um sich endlich „erholen“ zu können. Uns so schlagen die Herren schließlich selbstlos und aufopferungsvoll vor, sich für die Dauer der Kur von ihren Ehefrauen zu trennen. Schließlich will man für seine geliebten Gattinnen nur das Beste! Die Damen willigen ein und Oswald und Emil sind am Ziel ihrer Träume: Ein Date mit Chantal und Jacqueline! Endlich verläuft die Kur so ganz nach dem Geschmack der Herren. Doch Helga und Betty durschauen den Plan. Sie antworten mit einem kreativen Gegenentwurf! Zuerst lassen sich auch die Damen von zwei Gutsituierten Herren, Adalbert Baron von und zu Stadelhofen und Ferdinand van Cartier (Joachim Schreck und Matthias Schoser) umgarnen, bevor es dann im Finale zur Auflösung weiterer Wirrungen kommt.
Besonderer Dank gilt neben den Protagonisten zu denen auch Angelika Baumgärtner und Sigfried Abend gehörten, denjenigen hinter den Kulissen. Unser Regisseur Rainer Habig für die akribische Inszenierung und die Geduld mit den Schauspielern… Fabrice Rolf, der sich für die aufwendige Licht- und Toninszenierung verantwortlich zeichnete und Hermann Bücherl sowie Michael Abend für das Bühnenbild.

 

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